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Tribute to Totalitarianism
 
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Tribute to Totalitarianism - Powermetal (Germany) PDF Print E-mail
Friday, 18 April 2008
Izegrim - Tribute to Totalitarianism


Da sage mal einer, finster angehauchter Edelstahl könnte nicht politisch sein ... zumindest versuchen die holländischen Aggro-Thrasher von IZEGRIM auf ihrer nunmehr zweiten Platte das Gegenteil zu beweisen und verstehen sich quasi als Pendant zur amerikanischen Polit-Szene. Auf "Tribute To Totalitarianism" wettern unsere westlichen Nachbarn mit Inbrunst und brachialen Düster-Thrash-Riffs gegen den totalitäten Staat, verurteilen gesellschaftliche, globale Missstände und halten auch mit gezielten Bösartigkeiten nicht zurück.

Inwiefern der Affront gegen die Vereinigten Staaten jedoch aus Sicht einer holländischen Extrem-Metal-Kapelle glaubwürdig erscheint, sei mal dahingestellt, zumal es ja derzeit populär scheint, gegen Bush und seine Gefolgsleute zu hetzen. Zwar versteckt sich die Band in ihren Texten nicht bloß hinter Plattitüden und abgegriffenen Klischees, aber streng genommen steht hinter dem ganzen sicher auch ein wenig Effekthascherei - aber wer nimmt nicht gerne mit, was sich allerorts bietet?

Musikalisch indes geben IZEGRIM auf "Tribute To Totalitarianism" eine recht anständige, bisweilen gar souveräne Vorstellung ab. Die Songs erinnern zwischenzeitlich an die aggressiveren Outputs der jüngsten ARCH ENEMY-Phase, wenngleich man in den Niederlanden scheinbar nicht ganz so viel von verspielten Melodien hält. Dennoch verstecken sich in Numemrn wie 'Hail Victory' und 'The Better Of Two Evils' immerzu einige einprägsame Parts, die den vergleich mit den Schweden nebst der vokalen Parallelen rechtfertigen. Denn merke: Auch bei IZEGRIM krächzt eine feminine Stimme in kehligsten Tonlagen, und dies kaum minder überzeugend als ihre bekannte Kollegin Angela Gossow.

IZEGRIM aber deswegen alleine auf den Vergleich mit ARCH ENEMY zu beschränken, wäre nicht fair, da die Musik der Holländer mehr zu bieten hat als straightes Riffing und starke Leads. Das Songwriting ist stattdessen recht vielschichtig, deckt dabei sowohl den Death/Black-Bereich als auch den Thrash-Sektor ab und bleibt in diesem Rahmen denoch sehr homogen. Da die Band zudem einige echte Hits auf "Tribvute To Totalitarianism" verewigt hat und man sich innerhalb der zehn Kompositionen keinen einzigen Hänger leistet, kommt man schlussendlich sogar gar nicht um den Hörtest umher. IZEGRIM erfinden zwar weder das Rad, noch das Genre neu, präsentieren sich aber innerhalb bekannter Schemen als souveräner, mitreißender Aggro-Thrash-Act.

Anspieltipps: Hail Victory, For God & Country, New World Order

Björn Backes [14.4.2008]

http://www.powermetal.de
 
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