pfn_07.jpg
Violence Divine - Metaldistrict (Germany) PDF Print E-mail
Tuesday, 11 November 2008
prey for nothing


Heavy Metal aus Israel hat immer noch einen exotischen Touch, schließlich ist es dort nicht so einfach, an Heavy Metal heranzukommen und das auszuleben, wie man es hierzulande tun kann. Und wenn Musiker sich entscheiden, dort eine Band aufzubauen, flößt das noch viel mehr Respekt ein, denn dort trifft man auf noch mehr Widerstände.

PREY FOR NOTHING sind noch recht neu im Geschäft, es gibt sie erst seit 2005. Seitdem hat man 2006 ein 2-Track-Demo veröffentlicht und nun erschien das Debüt über Rusty Cage Records, einem holländischen Heavy Metal- Label, das neben holländischen Old-School-Bands nun auch auf neue Underground- Acts setzt.

Angekündigt wurde die Band als melodischer Death Metal, doch handelt es sich hier eher um recht fiesen Thrash Metal, wobei die Gitarrenmelodien genauso im Zentrum stehen wie der aggressive Gesang von Vokalist Yotam „Defiler“ Avni. Die Songs sind sehr interessant aufgebaut, da in ihnen viele Breaks stecken. Die Soli müssen auch unbedingt erwähnt werden, da diese ein Höhepunkt in jedem Song sind. Instrumental ist also alles im grünem Bereich und auch kompositorisch weiß die Band zu überzeugen.

Man ist um Abwechslung bemüht, was mittels der Dynamik in den Tracks auch gelingt. Dazu gibt es überraschende Akustikparts oder Sprechgesang, was ein wenig an alte DARK TRANQUILITY erinnert, wie bei „Overture Of Dust“. Bei einigen Songs gibt es einen gedoppelten Gesang, der zum einen aus aggressivem Schreigesang besteht, wie man ihn aus dem Thrash Metal kennt und zum anderen aus tiefen Growls, die zu dem melodischen Thrash Metal allerdings nicht gut passen. Darauf sollte die Band künftig verzichten. Manchmal übertreibt es die Truppe mit der Abwechslung aber auch, nämlich dann, wenn man in progressive Gewässer gerät, wo man dem Vierer nicht immer folgen kann wie bei dem komplizierten „Breach“.

Doch das ist alles gar nicht so negativ, wie es zunächst klingen mag. Den Israelis ist ein erstes Album gelungen, das aufhorchen lassen dürfte und wo schon jetzt einiges an Potential ersichtlich ist. Leider lassen die Jungs auf der zweiten Hälfte der CD etwas nach und die Songs hören sich oft gleich an.

7/10

www.metal-district.de

 
< Prev   Next >
RocketTheme Joomla Templates