Aus unserem westlichen Nachbarland, das in erster Linie fur Kase, gewaltbereite Fussballfans und den lachsen Umgang mit Betaubungsmitteln bekannt ist, stammen CYPHER, die sich mit "Darkday Carnival" dazu anschicken, auch Territorien ausserhalb der heimatlichen Gefilde zu erobern.
Dieses Unterfangen konnte durchaus von Erfolg gekront sein, denn das Debut "Darkday Carnival" ist eine echte Schweineplatte geworden, ein vertonter Schlag in die Fresse sozusagen. Ziemlich genau eine dreiviertel Stunde lang ballert der hollandische Vierer ein hollisch aggressives Death/Thrash Brett raus, das vor allem aufgrund der modernen, brutalen Produktion bei Leuten, die gerne mal stundenlang mit dem Kopf auf den Tisch hauen, keine Gefangenen machen durfte. Hier wird das Tempo hochstes mal gedrosselt, um von pfeilschnellen Thrash Gewittern auf groovige Death Walzen umzuschalten.
Atempausen? Fehlanzeige. Die gonnen CYPHER ihren Horern (und auch sich selbst) erst nach den letzten Takten von 'Maggotnation', wenn in den Ohren nur noch ein unangenehmes Rauschen zuruckbleibt. Dank der knackig tighten Gitarrenfraktion und dem variantenreichen Organ des Sangers, der sowohl Brullen, Shouten als auch Grunzen souveran beherrscht, nimmt man diesen Sound Of Silence aber auch gerne in Kauf.
Klar, es gab schon unzahlige ahnlich gelagerte Platten vor diesem Album und es wird auch noch mindestens genauso viele danach geben aber fur heute haben CYPHER erst mal ne ganze Menge richtig gemacht. Durfen wiederkommen, die Jungs. Und das sage ich beileibe nicht uber alle Hollander.
Michael Hauptmann 7.5
Experte fur T(h)rash, Altmetall und sonstige Randgruppen.
www.bloodchamber.de
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