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Emerging - Brighteyes (Germany) PDF Print E-mail
Saturday, 18 August 2007

Obsidian

In ein schmuckes Digipack gewandet kommt das Debüt dieser niederländischen Technik-Formation über das Tulpenfeld gewandert. „Technik“ ist zwar im Sinne von einigen progressiven Ansätzen vorhanden, dennoch handelt es sich bei dem dreiviertelstündigen „Emerging“ nicht um ein seelenloses Gedudel und Gebreake. Das Quintett mag's halt a bissle anspruchsvoller und packt in die knackharten und sehr gut produzierten 9 Nummern immer wieder Wechsel und Wendungen, die aber stets stimmig und gelungen klingen (u.a. der superbe Opener ‚Footprints').

Lediglich ‚Vapours' und ‚Time' sind frickeliger gehalten, letztere Nummer wirkt durch die schönen Leads und das cleane Hook aber nicht zu zerfahren. Shouter Robbe, der sonst bei Disawowed gurgelt, erweist sich hier als heiserer Kreischer, der auch in Göteborg singen könnte, Klampfer Sjaak sorgt für einige cleane Aufbrüche. Die 9 Songs sind, wie erwähnt, toll produziert und anspruchsvolles Hörfutter, es macht echt Laune, sich mit „Emerging“ zu beschäftigen. Allerdings es gibt „nur“ einen Haken: OBSIDIAN tönen dermaßen nach einer Opeth-Blaupause, dass man bei einem Blindflug auch mal darauf tippen könnte, einige unbekannte (und straighter gehaltene)

Demos der Burschen um Mikael Akerfeldt in den Händen zu halten. So cool ich den melodischen Progressiv-Tod von OBSIDIAN auch finde (es findet sich nicht eine schwache oder lahme Nummer auf dem Longplayer), die mangelnde eigene Note – bzw. das überdeutliche Ausleihen bei Opeth kostet die Burschen ein bis zwei Zähler in der Abrechnung, so dass „Emerging“ nur bei 9 Augen landet. Schade, denn die Jungs machen coole Musik!

9 von 13 Augen
Oliver Vollmer

http://www.brighteyes.de

 
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