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Monday, 27 August 2007

Obsidian

Der neueste Streich aus dem Hause Rusty Cage Records nennt sich Obsidian und treibt in bester holländischer High-Tech Metalmanier die Pferde unbarmherzig in den Stall. Gleich vom ersten Song an wird ein technisches Niveau geboten, das die Messlatte weit oben anlegt und sich aber trotz allem nicht in kleinkarierten Frickeleien verläuft. Ihr Debütalbum auf Rusty Cage hält 8 Extrem-Metal Tracks parat, von denen keiner unter 4 Minuten die Ziellinie erreicht.

Das sollte einem ins Gedächtnis rufen, dass man es hier mit anspruchsvollem Metal zu tun hat, der sich nicht mit bloßen Akkordschubbeleien zufrieden gibt. Die Grundstimmung des Albums ist deutlich düster und das progessive Death-Metal Werk kann demnach als eher nachdenklich und teilweise auch vertrackt beschrieben werden. Manche Riffs werden geradezu zerhackt, um dem Hörer schon kurze Zeit später erneut einen gewaltigen Gitarreneinlauf zu verpassen, bei dem sich dann sogar Melodien ausmachen lassen.

Der neue Sänger Robbe K. überzeugt mit einer bösen, vollen Stimme, die aus den Untiefen der Kehle ans Tageslicht gepresst wird, um dem Hörer mal zu zeigen, was die Stunde geschlagen hat. Ab und an hat man zwar fast das Gefühl, er würde sich gleich übergeben, das tut dem positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch. Ähnlichkeiten zu Opeth und Scarve sind nicht von der Hand zu weisen, trotz allem graben Obsidian aber noch tiefer in der Death-Metal Kuhle und bedienen damit die morbide Fraktion mit einem technisch aufwendigen Werk, das deutlich Tiefgang besitzt. Der Song “Mirrored” lässt meine Gedanken deutlich rund um Meshuggah kreisen, wobei die Holländer aber weniger verspielt zu Werke gehen als die Schweden. Regelmässig Ruhe in den Sturm bringen sphärische, im Midtempobereich angesiedelte Gitarrenparts, die nicht minder eindrucksvoll sind als der Rest der Darbietung.

FAZIT: Ihr mögt Death-Metal, der von technisch versierten Musikern präzise umgesetzt wird? Und da ihr mit cleanen Gesangsparts sowieso nichts anfangen könnt, steht ihr auf ohrenbetäubendes Gegrunze und Gekeife? Dann solltet ihr “Emerging” mal genauer unter die Lupe nehmen. Hier gibts astreinen Prog-Metal, der mit seiner düsteren Aufmachung zu überzeugen weiß! Definitiver Pflichtstoff für alle Langhaarigen und ein überdurchschnittliches Debütalbum…

http://www.heartbeatmedia.de

 
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